Eckart Früh: Klara Blum Biographische Notiz

Einleitung: Geboren am 27. November 1904 als Tochter des Großgrundbesitzers Josef Blum und seiner Frau Cipre geb. Kaner in Czemowitz. Besuch der Schulen ebenda und – nach der Scheidung der Eltern (1913) – in Wien, wo sie 1922 maturierte. Zunächst Hauslehrerin; studierte drauf Psychologie an der Wiener Universität. Erste Veröffentlichungen, Gedichte und Berichte, in der Czernowitzer Ostjüdischen Zeitung. Ging 1929 als überzeugte Zionistin nach Palästina und kehlte enttäuscht nach Österreich zurück. Schloß sich im selben Jahr der SDAPÖ an. Nach dem Bruch mit den Sozialdemokraten Kommunistin, ohne je Parteimitglied zu werden. Beteiligte sich 1933 an einem Preisausschreiben der Internationalen Vereinigung revolutionärer Schriftsteller zum Thema Antifaschismus. Ihre Ballade vom Gehorsam wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Folgte im März 1934 einer Einladung in die Sowjetunion und blieb elf Jahre, lebte und arbeitete dort als Lehrerin, Übersetzerin, Journalistin und Propagandistin.

In Moskau wird eine wechselvolle Lebensgeschichte zum Roman: Sie lernte den chinesischen Theaterregisseur und Journalisten Zhu Xiangcheng kennen; ein „Splitter Glück“ traf sie ganz und gar, es dauerte nur wenige Wochen. Zhu verschwand spurlos, wurde, wie sie später erfuhr, Opfer stalinistischer Säubemngen. Glaubte ihn in China. Versuchte, ihm zu folgen, was von den Behörden verhindert wurde. …

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