Beate Flath: Popmusikevents, Fakes und die (Wieder-)Verzauberung der Welt

Abstract
Dieser Beitrag thematisiert Fake im Zusammenhang mit Liveevents der Popmusikkultur und erachtet darin Fake als Teil von Inszenierungen. Ausgehend von der These der Entzauberung der Welt nach Max Weber bzw. der Entzauberung der Prämissen der Moderne im Kontext der Modernisierung der Moderne nach Ulrich Beck und Wolfgang Bonß werden Liveevents der Popmusikkultur als Räume der (Wieder-)Verzauberung betrachtet – Fakes als Formen von Fälschungen, deren Aufdeckungen bereits in der Anlage mitkonzipiert sind, sind Teil davon. Sie können im Kontext von Liveevents der Popmusikkultur auf den Ebene der Sound-, Licht- und Projektionstechnik, des Outfits und der Requisiten sowie der Bewegungen der BühnenakteurInnen verortet werden. Als wesentliche Besonderheit von Liveevents der Popmusikkultur wird dabei jener Umstand erachtet, dass der Akt des Aufdeckens der Täuschung, d.h. der für die Inszenierung zentrale Moment zwischen Täuschung und Aufdeckung, in einer Gruppe erlebt wird, die mit den jeweiligen BühnenakteurInnen – den Täuschenden – zur selben Zeit am selben Ort ist.

Rezensionen 4/2017

Johanna Braun (2017). All-American-Gothic Girl. Das Gerechtigkeit einfordernde Mädchen in US-amerikanischen Erzählungen. Wien: Passagen Verlag, 216 Seiten.
rezensiert von Juliane Saupe

Katharina Sommer (2017). Stereotype und die Wahrnehmung von Medienwirkungen. Wiesbaden: Springer VS, 2017, 409 Seiten.
– rezensiert von Martina Thiele