Arnulf Kutsch & Peter Gallert: Interesse an Kommunikationsund Mediengeschichte Ergebnisse aus der „Enquete über die Studierenden des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig 1994“

 Einleitung: Ein Jahr nach der 1993 erfolgten Gründung des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenwissenschaft der Universität Leipzig erstellte die Projektgruppe “Studentenenquete” im Auftrag des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung ein „soziales Portrait“ der Studierenden der am Institut bestehenden Studiengänge „Kommunikations- und Medienwissenschaft“ (Magister) und „Journalistik“ (Diplom). Das Ziel dieser Untersuchung war es, die Studienmotivation und den Studienverlauf unter unterschiedlichen politischen, wissenschaftlichen und sozialen Bedingungen bei einem während der Umbruch- und der Neuorganisationsphase an der Universität Leipzig fortlaufenden Lehrbetrieb zu untersuchen.1 Die Studie basierte auf einer im November und Dezember 1994 veranstalteten postalischen Befragung. Diese war als Vollerhebung der 1.529 Studierenden des Instituts angelegt, deren Adressen ermittelt werden konnten. Mit 488 zurückgesandten oder -gegebenen Fragebogen wurde ein Rücklauf von 32,1% erreicht…

Wolfgang Monschein & Fritz Randl: 50 Jahre Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien (1942-1992) Teil 2: Analyse des Lehrangebotes und der Abschlußarbeiten

Methodischer Abriß: Die Datensammlung umfaßt zwei große Bereiche: Lehrveranstaltungen und Abschlußarbeiten, also wissenschaftlichen Input in Form universitärer Lehre bzw. Output in Form studentischer Forschung. Daneben wurden auch die Hörerzahlen, soweit sie für den Untersuchungszeitraum dokumentiert sind, erhoben und zusammengestellt. Sie sollten der quantitativen Entwicklung der beiden Hauptuntersuchungsbereiche gegenübergestellt werden…

Peter Böhmer: „Loyale Zusammenarbeit oder Krieg“ Die Österreichische Volkspartei und der „Neue Kurier“ 1954 bis 1958

Einleitung: Zwei Institutionen beherrschten zu Beginn der Zweiten Republik die österreichische Medienlandschaft: Die politischen Parteien und die Besatzungsmächte. Beide sind mit der Geschichte des Wiener bzw. Neuen Kuriers untrennbar verbunden.
Die von der US-amerikanischen Besatzungsmacht herausgegebene Tageszeitung Wiener Kurier wurde bald nach ihrer Gründung am 27. August 1945 zur auflagenstärksten Tageszeitung Österreichs und im Rahmen der massiven US-amerikanischen Medienpolitik wohl auch zum Vorbild für österreichische Journalisten…