Norbert P. Feldinger: Ungezählte Stunden an ehren-amtlicher Tätigkeit haben medien & zeit letztlich zu dem gemacht, was es heute ist Antworten zur Rundfrage

Ich bin seit 1988 dabei – das sind 28 Jahre engagierte Tätigkeit für ein Projekt und seine Erfolgsgeschichte, dem ich mich seit langem eng verbunden fühle.

Damals im Frühjahr 1988 war medien & zeit noch ein sehr junges Projekt, gerade einmal im 3. Jahr seines Bestehens. Ich selbst hatte im Jahr zuvor meine Dissertation über den „Nachkriegsrundfunk in Österreich. Zwischen Föderalismus und Zentralismus von 1945 bis 1957“ abgeschlossen und arbeitete nunmehr als junger Vertragsassistent am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg an einem weiteren „zeitbezogenen“ Medienforschungsprojekt.

Gerne bin ich der Einladung eines der Mitgründer unserer Zeitschrift, Oliver Rathkolb, gefolgt, doch zur nächsten offenen Redaktionssitzung von medien & zeit zu kommen, damals noch im legendären Café Einstein.

Dass der Arbeitskreis für historische Kommunikationsforschung stets jungen NachwuchswissenschafterInnen die Möglichkeit geboten hat, sich mit bestimmten Aspekten wissenschaftlicher Tätigkeit auseinanderzusetzen, und diese aktiv als Teilverantwortliche in das Projekt eingebunden hat, hat uns alle in unserer Tätigkeit für medien & zeit enorm bereichert. Ohne die Generationen dieser Jungen, die mit sehr viel Engagement gekommen und einen Teil des Weges mit uns gegangen sind, wäre der Arbeitsaufwand, den es bedeutet, eine Zeitschrift nicht nur herauszugeben, sondern stets lebendig und am Puls der Zeit zu halten, kaum zu bewältigen gewesen. Ungezählte Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit (denn die „Bezahlung“ lag immer irgendwo zwischen „nichts“ und „so gut wie nichts“) haben medien & zeit letztlich zu dem gemacht, was es heute ist.

In diesem Sinne dürfen wir stolz sein auf das, was uns gelungen ist: medien & zeit hat über die Jahrzehnte seines Bestehens eine unglaubliche Bandbreite an Themen aufgegriffen und exzellente Beiträge dazu publiziert. Mit unseren GastherausgeberInnen haben wir uns nach außen geöffnet und mehr Meinungsvielfalt „hereingelassen“. Dementsprechend ist medien & zeit nicht nur bei unseren österreichischen LeserInnen und AbonnentInnen, sondern auch in unseren Nachbarländern gut verankert.

Mit dem Blick zurück auf das, woher wir kommen, und nach vorne, dorthin, wohin wir gehen, hat medien & zeit stets Stellung zu relevanten Themen unseres Faches bezogen. Das wird und soll auch in Zukunft so bleiben. In diesem Sinne wünsche ich mir, uns allen und vor allem auch medien & zeit noch viele weitere spannende und ereignisreiche Jahre.

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