Jürgen Wilke: Inlands- und Auslandskorrespondenten in der Weimarer Republik

Abstract: Der Korrespondent ist der „Urtyp“ des Journalisten. Nach einem kurzen Rückblick auf seine Frühgeschichte wird das Berufsfeld der Inlands- und Auslandskorrespondenten in Deutschland in der Weimarer Republik untersucht. Die Möglichkeit dazu bietet das Jahrbuch der Tagespresse 1930. Damit ist eine quantitative Bestandsaufnahme möglich. Wie groß war die Anzahl der Inlands- und der Auslandskorrespondenten? Wo waren sie im Inland angesiedelt und in welchen anderen Ländern? Welche Zeitungen verfügten über eigene Korrespondenten und an welchen Orten? Inwieweit handelte es sich um exklusive Korrespondenten und inwieweit versorgten sie verschiedene Zeitungen mit Berichten? Da in dem Jahrbuch auch die in Deutschland tätigen Korrespondenten anderer Länder aufgeführt werden, lässt sich auch deren Korps näher beschreiben. Welche ausländischen Zeitungen waren hierzulande vertreten? Anhand der Korrespondenten lässt sich zudem prüfen, ob der Nachrichtenfluss zwischen Deutschland und den andern Ländern ausgewogen oder wo er möglicherweise einseitig war. Als demographische Merkmale lassen sich Geschlechterverteilung und der Bildungsrad näher bestimmen. Zusätzlich als Quelle werden einige autobiographische Zeugnisse herangezogen.

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