Peter Malina: „Wieder Fuß fassen, nicht gefragt werden, schweigen dürfen“ – Ilse Leitenberger Ein österreichischer Lebenslauf

Einleitung:

1. Biographische Vorbemerkungen
„Ich weiß nichts davon“

Ilse Leitenberger wurde am 17. Juni 1919 in St. Pölten in eine gutbürgerliche Familie (der Vater war Fabriksdirektor) hineingeboren. Ihre Schulzeit verbrachte sie zunächst in Österreich (Institut der Englischen Fräulein), dann in Deutschland (Brüdergemeinde Korntal und Königin-Katharina-Stiftung in Stuttgart). 1938–1940 studierte sie an der Hochschule für Politik in Berlin und erhielt nach eigenen Angaben 1940 aus „politischen Gründen“ Studienverbot. Sie absolvierte danach eine Ausbildung zur „Schriftleiterin“ im Nachrichtenbüro „Europapress-Transkontinent“; 1941–1944 war sie Korrespondentin in Bukarest, Sofia und Bratislava, 1944 war sie unter anderem auch für die Donauzeitung in Beograd tätig. 1944–1946 verbrachte Ilse Leitenberger in rumänisch-sowjetischen Internierungs-„Lagern“. Anfang 1947 kehrte sie nach Österreich zurück und lebte in den folgenden Jahren in Salzburg, wo sie ab 1947 zunächst als Kulturredakteurin, dann als Chef vom Dienst in den Salzburger Nachrichten tätig war, 1960 trat sie in den Redaktionsstab der Zeitung Die Presse in Wien als Redakteurin für Feuilleton und Literatur ein und rückte dort zur Chefredakteur- Stellvertreterin auf, Mit der Jahreswende 1981/1982 zog sie sich aus dem unmittelbaren Redaktionsstab zurück, blieb aber als Konsulentin, Kommentatorin und Verantwortliche für den Literaturteil dem Blatt weiterhin erhalten…

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