Petra Herczeg: Was dieselbe Sprache redet . . . Sprache und Identität im kommunikativen Spannungsfeld zwischen Ich- und Wirwahrnehmungen

Einleitung: 

„Selbst- und Fremdbezeichnungen gehören zum täglichen Umgang der Menschen. In ihnen artikuliert sich die Identität einer Person und ihre Beziehung zu anderen Personen. Dabei kann im Gebrauch der Ausdrücke Übereinstimmung herrschen, oder jeder verwendet für sein Gegenüber einen anderen Ausdruck, als dieser für sich selbst benutzt“
(Koselleck, 1989, S. 211)

Zugehörigkeits- und Abgrenzungsphänomene, die in den Begriffen „wir“ und die „anderen“ zusammengefasst werden können, bestimmen (gesellschafts)politische und sozialwissenschaftlichen Diskurse. Der Begriff der Identität steht dabei genauso im Vordergrund wie die Frage nach der Verbalisierung von „Identitäts-Zuständen“ durch die „Sprache“. Die Fragen „Wer bin ich?“ und daran anschließend „Wer sind wir?“ erschließen sich in unterschiedlichen Dimensionen. Dieser Beitrag widmet sich den unterschiedlichen Problemdimensionen und Zusammenhänge von „Identität“ und „Sprache“, die im Kontext der Kommunikationswissenschaft thematisiert werden. …

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