Horst Pöttker: Verstehender Journalismus Warum Geschichte zur digitalen Medienwelt passt - und wie sie aktuell gemacht werden kann

Abstract:
Der vorliegende Text beschäftigt sich mit dem Thema Geschichte als Themenfeld des Journalismus in einer Zeit des radikalen medialen Wandels. Das Publikum erwartet von Journalisten das Aufgreifen historischer Themen, Geschichte lässt sich dabei als Reservoir potenziellen Wissens identifizieren, das Orientierung in der Gegenwart ermöglicht. Es werden die verschiedenen Arten aufgezeigt, wie Journalisten historische Themen mit Gegenwart in Verbindung bringen und es wird die Frage aufgeworfen, ob Journalisten sich Interpretationen geschichtlicher Vorgänge zutrauen dürfen? Als Referenzgröße der folgenden Gedanken  steht die veränderte Funktionsprämisse. Journalismus in der digitalen Welt bedeutet: Von der Nachrichten- zur Orientierungsfunktion, das Wettrennen um Aktualität hat ein Ende, statt dessen ergeben sich neue Möglichkeiten für Darstellungsformen wie die Reportage und generell Berichterstattung, die von Tiefenrecherche geprägt ist. Daraus entsteht für den Journalismus die Chance, dem Publikum per Durchleuchten vergangener Vorgänge zu einem eigenen Verstehen der Gegenwart zu verhelfen.

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