Alexander Hecht: Verborgene Schätze? Fernseharchive und ihre Zugänglichkeit im europäischen Vergleich

Einleitung: Audiovisuelle Quellen rücken mehr und mehr in den Blickpunkt verschiedener Wissenschaftsdisziplinen. Nicht nur die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, auch die Geschichte sowie die Theater- und Filmwissenschaft, ja selbst die Rechtswissenschaft beschäftigt sich – etwa im Rahmen des Urheber- und Persönlichkeitsschutzrechtes – mit audiovisuellen Materialien, wobei vor allem das Fernsehen mit seinem großen Einfluss auf den Medienkonsum der Gesellschaft im Mittelpunkt steht.

Die Erforschung der Geschichte und Wirkung des Fernsehens kann jedoch nur unter Einbeziehung aller verfügbaren Quellen stattfinden – woran es in vielen Teilen Europas mangelt. Während für den archivalischen Bestand an schriftlichen Quellen Regelungen über Zuständigkeiten, Aufbewahrung und Auswertung getroffen worden sind, bleibt der nicht unerhebliche „Schatz“ an audiovisuellem Material, und hier insbesondere das Archivgut der Fernsehanstalten, oft unzugänglich für Wissenschaft und Forschung.

In diesem Beitrag sollen anhand einiger Modelle der Archivierung von Fernsehmaterial die unterschiedlichen Zugänge, die der Forschergemeinde bzw. dem interessierten Laien eingeräumt werden, illustriert werden. …

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