Thomas A. Bauer: Ausschnitte, Teilzeiten und Stromstrecken Anmerkungen zur Biografie des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Wien, im Kontext von dessen Bemühen um eine nachhaltige Geschichte

Abstract
In dem Versuch, Perioden, Programme, Ausrichtungen oder Strömungen im Lebenszyklus des Wiener Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft so auszusortieren, dass es Sinn macht daraus dann drei auszuwählen, die das nach innen und außen diskutierte und in vielen inneren Teilgeschichten fragmentierte Selbstverständnis des Instituts – mitschreiben, entstanden weiter ausgreifende, wissenschaftslogische Fragestellungen, die in dem Text einen länger ausfallenden Vorspann und einen ausfransenden Nachspann zu einem viel kürzeren und themenhistorisch umrissenen Plot ergeben. Die drei Themen sind: Praxisorientierung, Internationalisierung und kulturtheoretische Perspektive der Wiener Publizistikwissenschaft. Dabei sind ganz bewusst und begründet nicht Personen, Positionen oder Funktionen ins Spiel gebracht worden, sondern Ideen-Modelle und Konzepte von Nachhaltigkeit, historisch motiviertem Lernen und historisch-dialektisch entwickelter Identität. Der Text macht sich vor aller konkret erzählbaren Geschichte die Mühe, Institutsgeschichten von Institutsgeschichte zu unterscheiden und der Frage nachzugehen, warum sich das Institut bisher für kein Aufschreibesystem/Aufzeichnungssystem entscheiden konnte und wie es möglich wäre, der Geschichte von Kommunikationswissenschaft (ganz allgemein) eine Kommunikationswissenschaft der Geschichte vor- oder zur Seite zu stellen, um so zu deklarieren, dass die Analyse von Geschichte die Referenzwerte von Niederschrift (Themenwahl) und Aufschrift (Aufzeichnung) von Teilzeit-Geschichten zum Gegenstand der nachhaltiger Beobachtung macht: aus der Geschichte lernt, wer Geschichte macht.

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