Karin Müller: Spielleute im Hoch- und Spätmittelalter. Nachrichtenübermittler, Spaßmacher und Störenfriede.

Einleitung: Es stehen im Mittelalter drei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um zu kommunizieren: Schrift, Bild und Sprache, die aber nicht alle im selben Maß genutzt werden können. Bedingt durch den Analphabetismus großer Bevölkerungskreise bleibt vor allem die Schrift in diesem Zeitalter einer geistigen Elite vorbehalten. Zusätzlich wird das Lateinische von den Geistlichen als Bildungssprache genutzt, um in ihren Kreisen eine internationale Verständigung zu gewährleisten. Erschwerend kommt hinzu, daß Bücher und Handschriften händisch abgeschrieben werden müssen, wodurch der Zugang zu diesem Bildungsgut auch durch die hohen Kosten nicht für alle möglich ist. Das Bild als Medium ist hauptsächlich im Umfeld des Kirchenraums anzutreffen, um den Menschen die Inhalte der Bibel näherzubringen, oder sie, wie in den monumentalen Weltgerichts-darstellungen, an die Verantwortung vor Gott zu erinnern. …

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