Georg Haberl: Anmerkungen zu den österreichischen Film-Tagen 1987 Rückblicke und Ausblicke

Einleitung
Als mit Klavierbegleitung im festlichen Rahmen die rekonstruierte Fassung des Stummfilmes Sodom und Gomorrha zu sehen war, erlebte man im prall gefüllten Kinosaal den Höhepunkt des diesjährigen nationalen Filmfestivals. Der Film aus dem Jahre 1922 füllt ein Defizit an neuen Spielfilmen des Jahres.

Michael Kertesz (später Curtiz) drehte dieses ehrgeizigste Projekt der Sascha-Produktion, mit der Ästhetik von Griffith im Hinterkopf.

Das österreichische Filmarchiv hat aus den Beständen mehrerer ausländischer Archive versucht, eine komplette Fassung zu erstellen. Leider fehlten letztendlich erhebliche Teile des Filmes, so daß man sich am Ende mit Standbildern und zeitgenössischen Texten behelfen mußte. Was bleibt, ist aber der wesentliche Hinweis auf die Wichtigkeit der Konservierung alter Filme, die über den filmgeschichtlichen Wert hinaus auch von allgemeiner historischer Bedeutung sind. …

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