Wolfgang Duchkowitsch & Erich Vogl: Reden über den „Anschluss“ ZeitzeugInnen berichten von ihren Erinnerungen, sowie von der Bedeutung medialer Vermittlung während Austrofaschismus und Nationalsozialismus

Abstract:
„Geschichte von unten“ – diesem Motto folgt der vorliegende Beitrag über ZeitzeugInnen-Berichte aus der Zeit des Austrofaschismus und dem Nationalsozialismus. Der Beitrag fasst die Erkenntnisse einer umfangreichen Studie zusammen, die von der Stadt Wien gefördert und am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien durchgeführt wurde. Das Projekt beinhaltete in einem ersten Schritt mehr als 100 lebensgeschichtliche Interviews, die Geburtsjahrgänge der Befragten bewegten sich durchschnittlich zwischen 1920 und 1926, zu Wort kamen TäterInnen, Opfer, MitläuferInnen aus allen Bundesländern. In den qualitativen Interviews auf Basis eines Leitfadens sprachen die ZeitzeugInnen über die Bedeutung von Medien, über Austrofaschismus, „Anschluss“, Antisemitismus, Hitler, NS- Diktatur, über österreichische Identität und den Opfermythos. Eine Untersuchung mit bemerkenswerten Ergebnissen, wobei freilich methodische Problemzonen in die Überlegungen miteinbezogen wurden.

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