Doris Kohlmann-Viand: Journalisten kämpfen – Soldaten berichten Die nationalsozialistische Kriegsberichterstattung im Zweiten Weltkrieg

Einleitung: „Der Journalist von heute ist nicht mehr der Übermittler von Nachrichten, ist nicht nur Reporter, sondern ist im Felde auch ein Soldat auf seinem Posten für die Nation. Wir sind, so möchte ich sagen, die Soldaten des Deutschen Volkes.“
Mit diesen Worten gab am 3. September 1939 der Reichspressechef Otto Dietrich die Richtlinien für das Verhalten der deutschen Journalisten im Kriege aus. Sie sollten maßgebend sein für ihre Arbeit im Zweiten Weltkrieg.

Kriegsberichter „Made in Germany“

Für den Beruf des Kriegsberichterstatters stellten sich die Nationalsozialisten einen ganz neuen Journalistentypus vor. Nicht nur als Zivilperson sollte er die Kampfereignisse beobachten und kommentieren, sondern als Mitglied der kämpfenden Truppe. Er sollte schreiben oder filmen, während er aktiv am Kriegsgeschehen teilnahm, und nicht wie in vergangenen Kriegen abseits stehen. Als Vorbild diente dabei der italienische Duce Mussolini, der als Chefredakteur des Popolo d’Italia im Ersten Weltkrieg als Soldat gekämpft und gleichzeitig für seine Zeitung berichtet hatte…

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