Lucia Hacker: „. . . in die Gesellschaft von Helden pass ich nicht rein.“ Eine unbekannte Journalistin im Ersten Weltkrieg: Friedel Merzenich (1879–1956) und ihre Arbeit für die "Liller Kriegszeitung"

Einleitung: Eines der Phänomene des Ersten Weltkriegs auf publizistischem Sektor waren die sogenannten Feldzeitungen, Soldatenzeitungen, Frontzeitungen, Kriegszeitungen oder Schützengrabenzeitungen. Sie sollten den Soldaten, deren zeitnahe Versorgung mit deutschen Zeitungen an den langen Frontlinien erschwert oder unmöglich war, Informationen und Lesestoff bieten. Überdies verfolgten solche Kriegszeitungen das Ziel, die Truppen in ihrem Alltag abzulenken, sie zu beschäftigen und zu unterhalten. Fast alle Zeitungen wurden auf Befehl der Heeresleitung gegründet; es gab jedoch auch kleine, von den Einheiten selbst produzierte Blätter. Dementsprechend war die militärische Zensur mehr oder weniger stark ausgeprägt. Allen diesen Neugründungen gemeinsam jedoch war der Anspruch, eine Zeitung von Soldaten für Soldaten produzieren zu wollen…

Facebooktwittergoogle_plusredditlinkedinFacebooktwittergoogle_plusredditlinkedin