Gerda Treiber und Brigitte Limbeck: Die Roma („Zigeuner“) in den burgenländischen Printmedien der Zwischenkriegs- und NS-Zeit

Einleitung:

Minderheiten in unserer Gesellschaft

Die Geschichte der Menschheit zeigt laufend, daß jede Gesellschaft, will sie – vordergründig – funktionieren, ihre Feindbilder braucht: zum Abladen der Schuldgefühle, zum Projezieren der eigenen Ängste und damit zum Schutz und zur Aufwertung des eigenen Systems.

Das ist aber auch der Beginn eines gefährlichen Wechselspiels: Menschen werden an den Rand gedrängt, müssen aber gleichzeitig Bestandteil der Gemeinschaft bleiben – der Nicht-Genormte wird zum Außenseiter genormt.

Die “Stärke” einer Gesellschaft zeigt sich demnach u.a. auch dadurch, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht bzw. wie sie Einflüsse von außen zuläßt. Es ist ein Armutszeugnis, wenn sie sich und ihre Werte nur durch Intoleranz, Kollektivschuldsprechung und Vernichtung des außerhalb der Ordnung Stehenden schützen kann, statt das Andersartige zu verstehen, zu achten und in seiner Eigenständigkeit zu akzeptieren.

Angesichts der heutigen Umorientierungen und Neuordnungen ist ein Umdenken und ein Ablegen der Scheuklappen beinahe zwingend, denn es gibt bereits zu viele negative Beispiele, wohin Vorurteile und Intoleranz führen können…

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