Markus Behmer: Rückblick auf den Ausblick auf den Fortschritt Das Millennium als Medienthema – und als Tagungsthema

Einleitung: “Wie viel wissen Sie? Testen Sie Ihre Allgemeinbildung“ forderte das Nachrichtenmagazin Focus seine Leser in der (bereits als Nr. 1/2001 erschienen) letzten Nummer des Jahres 2000 auf (Focus, Nr. 1 vom 30. 12. 2000, Titelseite), der Spiegel gab sich mit dem Titelthema „Jenseits des Wissens. Woran glaubt der Mensch?“ spirituell-besinnlich (Der Spiegel, Nr. 52 vom 25. 12. 2000, Titelseite), und bei der Süddeutschen Zeitung war „BSE-Krise rüttelt die Politiker auf‘ der Aufmacher (Süddeutsche Zeitung Nr. 300 vom 30/31.12. 2000, S. 1). Bild, immerhin, verkündete über dem Bruch den „Plug in eine neue Dimension“, gemeint war aber nicht eine Zeitenwende, sondern – ganz konkret – der Skispringer Martin („Adler“) Schmidt (Bild Nr. 305 vom 30. 12. 2000, S. 1). Ruhig ist es ausgeklungen, das zweite Jahrtausend nach christlicher Zeitrechnung, ruhig hat es begonnen, das dritte Jahrtausend in deutschen Redaktionen. Business as usual — ein Jahreswechsel wie andere auch, keine „Millennium“-Schlagzeilen, kaum Sondernummern (sieht man einmal von der Woche ab, die in einer „Doppelausgabe Weihnachten Neujahr“ ihre Leser unter der Schlagzeile „So lebt der neue Mensch“ auf eine „Expedition ins 21. Jahrhundert“ schickte (Die Woche, Nr. 52-01/2001 vom 28. 12. 2000)).

Wie viel heftiger war da doch Ende 1999 die mediale Inszenierung: Schon Monate zuvor wurde ein vergangenes Jahrhundert besichtigt, ein neues projektiert, ein Event vorauseilend zelebriert.

Wann soll man ein Kind zeugen, damit es zum Millenniums-Baby wird — also genau am 1. Januar 2000 zur Welt kommt? Wo wird das schrillste, das hipste, das mondänste Millenniums-Fest steigen? Wieso sollte man am Neujahrstag keine Flugreise machen, sich vorher mit ausreichend Bargeld und Lebensmitteln versorgen, warme Decken bereithalten? Oder: Welche waren die bedeutendsten Denker des zweiten Jahrtausends, wer die größten Künstler, was die wichtigsten Erfindungen? Welche Fußballer bildeten das Dream-Team des Jahrhunderts, wem gebührt der Spitzenplatz in der Rangliste der Filmstars oder Massenmörder? Und: Werden die Menschen im 21. Jahrhundert nur mehr per Videokonferenz und Internet kommunizieren? Wird die Brennstoffzelle den Individualverkehr revolutionieren, werden die Industriestaaten zu reinen Freizeitgesellschaften degenerieren? Wird die Menschheit das Weltproblem Hunger lösen oder sich kollektiv mit Gen-Food (BSE war damals in Deutschland wie in Österreich noch nicht so hoch auf der Tagesordnung) vergiften? Themen und Fragen wie diese beherrschten die Zeitungen und Zeitschriften; Rückblicke und Ausblicke, historische Rankings, lange Zeiträume umfassende Analysen, wissenschaftliche Visionen wie pseudowissenschaftliche Prophetien standen weit oben auf der Medienagenda. …

Wolfgang Eichhorn: Die Macht der Zahlen und die Ohnmacht der Vernunft

Einleitung: In den öffentlichen Diskussionen, die die Jahreswende 1999/2000 begleiteten, lassen sich zwei Themen isolieren, die diesem Ereignis eine besondere, für eine „Milleniumsfeier“ ungewöhnliche Prägung gaben: Zum einen das Y2K-Bug-Problem – die Frage, welche Auswirkungen eine unscheinbare Nachlässigkeit bei der Implementierung der numerischen Repräsentation des Datums in einigen Computersystemen auf das Funktionieren der Logistik moderner Gesellschaften haben würde (das Problem trat nicht überraschend auf, auch wenn die Medienberichterstattung meist diesen Anschein erweckte), zum anderen die Diskussion, ob mit dem Jahr 2000 wirklich das 3. Jahrtausend der modernen westlichen Zeitrechnung angebrochen sei, oder ob man mit den Feierlichkeiten bis zum Jahr 2001 warten solle.

Während das erste Thema von technologischen Erklärungen und Prognosen dominiert wurde und die veröffentlichte Meinung durch mehr oder weniger düstere, aber immer diffuse Schreckensszenarien gekennzeichnet war, polarisierte das zweite Thema die Öffentlichkeit. Beispielhaft für die Diskussion war die Neujahrsausgabe des Jahres 2000 der Süddeutschen Zeitung, in der man auf der ersten Seite konträre Meinungsbeiträge zweier Journalisten zu diesem Thema lesen konnte. Keiner der beiden Beiträge dürfte die Anhänger der gegnerischen Lager konvertiert haben, sie konnten weder in argumentativer noch mathematischer Hinsicht überzeugen. Das ungewöhnliche Interesse, das die Diskussion um die Bedeutung des Datums 2000 hervorgerufen hatte, fand aber auch durchaus originellen publizistischen Ausdruck: Die letzte Ausgabe der Schweizer Weltwoche im Jahr 1999 war dem Thema Zahlen gewidmet und demonstrierte die Bandbreite, in der das Phänomen der Zahl die heutige Gesellschaft tangiert.

Der Umgang mit Zahlen geschieht in der Regel unreflektiert – er zählt als grundlegende Kulturtechnik mit rein funktionalem Charakter. Größeres Interesse an Zahlen zeigen allenfalls Mathematiker oder Statistiker, der Großteil der Öffentlichkeit wird zwar unablässig mit Zahlen konfrontiert, erfährt aber in der Regel wenig über die Prozesse, die eine Zahl hervorgebracht haben. Diese Prozesse sind zum großen “Feil ökonomischen und technologischen Systemen zugehörig, die Zahlen, die in der Öffentlichkeit kommuniziert werden – Arbeitslosenziffern, das Bruttoinlandsprodukt, die Taktfrequenz der neuesten Intel-Prozessoren – kann man als symbolische Medien auffassen, die die Leistungen der verschiedenen sozialen Subsysteme in die Semantik des öffentlichen Diskurses übersetzen. Aber diese Zahlen sind nicht nur harmlose Bezeichner eines Fakts, als Zeichen unterliegen sie — folgen wir Charles Sanders Peirce (vgl. Peirce, 1983) — einem Prozeß der Interpretation. Diese Interpretationen werden als geteilte kulturelle Muster in der Regel von denjenigen festgelegt, die an der Produktion numerischer Beschreibungen beteiligt sind, bzw. daran Interesse besitzen – und die die Macht besitzen, derartige Interpretationen auch zu etablieren. …

Tanja Busse: Die Banalität der späten Zahl Der Jahreswechsel 1998/99 als Anlaß zu apokalyptischer Spekulation in Zeitung und Film

Einleitung: Ende Dezember 1998 stellt das deutsche Nachrichten-magazin Focus die Frage nach dem Ende aller Dinge. Auf dem Titelbild der Ausgabe vom 28. 12. 1998 wölbt sich ein orangefarbener Himmel über einer blauen Erde (Focus Nr. 53 vom 28.12.1998). Uber Sternenpunkten und Wolkenbergen steht in großen Lettern: „Geht die Welt unter?“ Das Magazin, das mit der Maxime „Fakten, Fakten, Fakten“ für sich wirbt, verspricht die Wahrheit über die letzten Dinge: „Countdown zum neuen Jahrtausend. Endzeit-Propheten haben Hochkonjunktur. Was die Wissenschaft dazu sagt.“ Die Überlagerung von Abendhimmel und Blick aus dem All auf die Erde gibt die Dimension der Bedrohung vor. Die Gefahr kommt von Außen, die Erde als ganze, der kleine blaue Planet im All, scheint in Gefahr zu sein. Der schwefelgelbe Dämmerungshimmel weckt Assoziationen an christliche apokalyptische Erzählungen. Die Schlagzeilen sprechen gleichzeitig von Untergang („Geht die Welt unter?“) und Neuanfang („Countdown…“). Diese Kombination ist im strengen Sinn widersprüchlich. Wenn die Welt unterginge, könnte kein neues Jahrtausend beginnen. Erst als apokalyptische Figur gelesen, macht der Titel Sinn: Etwas muß untergehen, damit ein Neuanfang kommen kann. Die Unterzeilen entschärfen diese apokalyptische Botschaft. Der Hinweis auf die „Hochkonjunktur“ von „Endzeit-Propheten“ weist die Schlagzeilen als Visionen möglicherweise dubioser Denker aus, die der Focus mit Kommentaren der „Wissenschaft“ konfrontieren wird.

Silvester 1998 war der letzte Jahreswechsel vor der großen runden Zahl, und eben diese banale Zahl ist der Auslöser für die Weltuntergangsspekulation. Die Vorgabe zu dieser Verbindung von runder Zahl und Schicksalsjahr stammt aus der Bibel: Der Engel, der vom Himmel herabgestiegen ist, „überwältigte den Drachen, die alte Schlange — das ist der Teufel oder der Satan —, und er fesselte ihn für tausend Jahre. Er warf ihn in den Abgrund, verschloß diesen und drückte ein Siegel darauf, damit der Drache die Völker nicht mehr verführen konnte, bis die tausend Jahre vollendet sind. Danach muß er für kurze Zeit freigelassen werden.“ (Offb 20, 2-3.) …

Franz J. Bautz: Perspektiven ins Jahr 2000 Ein Rückblick auf eine Hörfunkreihe zum Jahreswechsel 1979/80

Einleitung: Schon seit vielen Jahren ändert der Bayerische Rundfunk in der Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag sein Programmschema und bietet im Programm Bayern 2 eine Sendereihe, die den nicht ganz plausiblen Titel „Radiorevue“ trägt. In den letzten Jahren wurde sie vorwiegend mit Archivaufnahmen bestritten, aber früher war die Leitung des Hauses noch so ehrgeizig, ein großes Thema behandeln zu lassen. Auf der einschlägigen Konferenz zur Vorbereitung der „Radiorevue“ für das Feiertagsprogramm 1979/80 machte ich den Vorschlag, man solle kompetente Leute fragen, welche Prognosen sie auf verschiedenen Gebieten für das Jahr 2000 stellten. Dabei war weder in meinem Kopf noch in einem der Köpfe meiner Kollegen oder der späteren Autoren der Begriff „Millennium“ aufgetaucht oder gar etwas von dem unsäglich törichten und abgeschmackten Rummel, den wir kürzlich erlebt haben. Das Datum signalisierte lediglich den Ausgang des Jahrhunderts, in dem wir waren. Alle Abteilungen des BR waren interessiert, für die Lieferung sachspezifischer Beiträge selbst zuständig und auf jeden Fall an der Reihe beteiligt zu sein, die ja an Sendezeit begrenzt war. So kam es, daß manche Themen nicht und andere unter sehr ähnlichen Aspekten behandelt wurden. Doch insgesamt konnte man mit dieser „Radiorevue“ durchaus zufrieden sein, und ich freue mich, daß Dr. Behmer eine Rekapitulation der damaligen Prognosen für interessant genug hielt, sie im Rahmen der Tagung „Titel“ vortragen zu lassen. Wollten Sie sie in vollem Umfang hören, müßten Sie zehn bis zwölf Stunden aufwenden.

Als ich vor einigen Wochen die alten Bänder zum Abhören im Archiv des BR abholte, griff sich ein Kollege, der dabeistand, an den Kopf und sagte: „Mein Gott, keiner hat daran gedacht; das wäre doch die ideale und noch dazu kostengünstige ,Radiorevue4 zum Jahrtausend Wechsel gewesen.“ Ich habe, zusammen mit Cutterinnen, insgesamt etwa 20 Minuten aus dem Konvolut herauskopiert, die mir besonders aufschlußreich erschienen. Beginnen möchte ich mit Voraussagen, die Kommunikationswissenschaftler unmittelbar betreffen: die Zukunft der Medien. …

Frank Möller: Die Jahrhundertwende 1900 als historisches Thema

Einleitung: Das zweite Jahrtausend ist vergangen, ohne daß sein Ende eine Spur hinterlassen hätte. Im Rückblick erweist sich der große Trubel um den Jahreswechsel 1999/2000 als völlig unbegründet, die Jahrhundert- bzw. Jahrtausendwende entpuppt sich als ein „erfundenes“ Datum. So stützt sich der Termin der Jahrtausendwende auf die christliche Zeitrechnung, die für andere Glaubensrichtungen, etwa Mohammedaner oder Buddhisten, keine Gültigkeit besitzt. In dieser Zeitrechnung, die auf den Berechnungen des im 6. Jahrhundert lebenden Mönchs Dionysius Exiguus beruht, ist zudem das Jahr der Geburt Christi falsch bestimmt. 2000 Jahre wären daher eigentlich schon am 1. Januar 1994 vorbei gewesen. Doch selbst wenn man diese Zeitrechnung akzeptiert, endete auch mathematisch das zweite Jahrtausend erst am 31. Dezember 2000. Auch die visionären und messianischen Vorhersagen, soweit sie unter Verweis auf die Endzeitvorstellungen des Jahres 1000 beschworen wurden, beruhten auf einem Irrtum, den die Geschichtswissenschaft längst widerlegt hat (Fried, 1989, S. 381-473; Freund, 1997, S. 24-49). Und selbst der große Computer-Crash, der als realer Gehalt der Untergangs-szenarien angekündigt wurde, hat sich als ein eher kümmerliches Problem erwiesen.

Der Reporter, der am 31. Dezember 1999 beteuerte, die Sylvesterfeiern seien selbst ein Jahrtausendereignis, irrte daher. Sicher waren die Sylvesterfeiern 1999 kein wichtiges Ereignis des zweiten Jahrtausends, da gab es unzählige bedeutendere. Sie waren auch kein Ereignis des dritten Jahrtausends, denn wer weiß schon, was in diesem noch kommen wird. Entscheidend aber ist, daß die Jahrtausendwende aus den angeführten Gründen überhaupt kein Ereignis war, sie war höchstens ein Event – und vielleicht nicht einmal ein aufsehenerregendes. Warum sich also überhaupt mit dem Wechsel von Jahrhunderten oder Jahrtausenden beschäftigen? Oder als Historiker gefragt: Warum soll man sich mit vergangenen Jahrhundert-wenden beschäftigen? Die historischen Bücher, die zum Jahreswechsel 1999/2000 erschienen sind, geben dazu unterschiedliche Antworten. Einteilen kann man sie in drei Kategorien. Zum einen die Jubiläumsliteratur: Sie nimmt das Gegenwartsgeschehen zum Anlaß, Interesse für die Vergangenheit zu wecken. Die Gunst der Stunde dient der historischen Vermittlung.’ Zum zweiten die Zeitanalyse. Hier wird im Umgang mit den Jahrhundertwenden der Wandel des Zeitverständ-nisses der Menschen gezeigt.5 Schließlich drittens der im folgenden ausführlicher vorgestellte Ansatz einer Erwartungsgeschichte. …

Gerhard Kubik: Ein Groer-Witz Gedanken in Anlehnung an Sigmund Freud's "Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten"

Einleitung: Der Witz ist ein literarisches, genauer oralliterarisches Genre, das bei den Partnern, die ihn austauschen, zu einem spontanen Lusterlebnis führt. Nach dem Aussterben der Sitte des Märchen-Erzählens in den meisten Feilen Europas mit der Durchdringung des individuellen Lebens durch die Medien und durch virtuelle „body snatchers“, ist das Witze-Erzählen eine der wenigen Formen von Oralliteratur, die übriggeblieben sind. Als eine wichtige Form der Kommunikation bewußter und unbewußter Inhalte hat es bis heute überlebt.

Der Witz ist eine narrative Form, aber eine der kürzesten, die es gibt. Er ist komprimiert im Sinne einer Verdichtung der Inhalte. Das Lusterlebnis kommt dadurch zustande, daß mittels besonderer literarischer Konstruktionstechniken, der Analogie, Anspielung, Verschiebung und Verdichtung“ ein verbales Produkt zustande kommt, durch das in den Rezipienten Verdrängtes3 angesprochen wird. Die innerpsychische Abwehr dieses Verdrängten in den Rezipienten (der Witz- Audienz) wird von dem versteckten Inhalt regelrecht überrumpelt. Im Augenblick, wo das Ich diesen Inhalt erkennt, wenn auch nur ganz kurz, ist dem Verdrängten ein Durchbruch ins Bewußtsein gelungen, und es kommt zu einer explosionsartigen Entladung. Dieser kurzzeitige sogenannte ES-Durchbruch (Freud 1905/1998: S. 48-49).) bewirkt jenen physiologischen Effekt, den wir das Lachen nennen. ..

Peter H. Karall: Konstruktionen “des Fremden” Zwei Ansätze zur Untersuchung eines diffusen Phänomens

Einleitung: Interkulturelle Kommunikation“ und „Multikulturalität“ sind ähnlich wie „Globalisierung“ und „Internationalisierung“ gängige Schlagworte, die in der täglichen Medienberichterstattung und in wissenschaftlichen Diskursen einen festen Platz errungen haben. In ihrem Gebrauch allerdings weisen diese Termini bereits starke inflationäre Tendenzen auf, wobei diesen Begriffen gegenwärtig zumeist gemeinsam ist, daß sie in irgendeiner Form ein diffuses Bild vom Umgang mit „etwas Fremdem“ zeichnen, das sich auch schlicht in Form einer unbekannten fremden Zukunft präsentieren kann und sich mit einer Vielzahl von Ängsten oder Wünschen vermischt.

Dabei ist es aber besonders im kommunikations- und medienwissenschaftlichen Bereich wichtig, sich vor Augen zu führen, daß das Phänomen des „Fremden“ an sich keine klare Begrifftichkeit darstellt, sondern eine Menge verschiedenster Implikationen beinhaltet, daß es immer auch ein Konstrukt ist, das von einem meist nicht expliziten theoretischen oder weltanschaulichen, also auch ideologischen Hintergrund gestützt wird. Dieser Umstand wird nicht nur bei der Analyse von Film- und Fernsehinhalten bedeutend, er manifestiert sich gerade im Alltagsdiskurs bei den Kommunikationsteilnehmerinnen und Rezipien- tlnnen meist unbewußt.

Schon die historischen Wurzeln des Begriffes „fremd“, lassen seinen schillernden und widersprüchlichen Charakter erkennen.
Verfolgt man das Wort „fremd“ zu seinen Wurzeln zurück, so gelangt man zum mittelhochdeutschen „vrem[e]de“ und weiter zum althochdeutschen „fremidi“, die ursprünglich „entfernt“ bedeuteten. Das gemeingermanische Adverb „fram“ (noch im englischen „from“ zu finden) bedeutete „vorwärts, weiter, von – weg“. …

Rezensionen 1/2001

Rainer Burger: Theodor Heuss als Journalist. Beobachter und Interpret von vier Epochen deutscher Geschichte. Münster: LIT Verlag 1999
– rezensiert von Dietrich Schwarzkopf

Arnulf Kutsch & Stefanie Averbeck (Hg.): Karl Jaeger: Mitteilungen statt Medium. Probleme, Methoden und Gegenstände der publizistischen Wissenschaft. München: Verlag Reinhard Fischer 2000
– rezensiert von Silvia Nadjivan

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