Arbeitsgruppe „Biographie“: Biographie als kommunikationsgeschichtliche Herausforderung Aktuelle Tendenzen, Chancen und Defizite eines umstrittenen Genres

Arbeitsgruppe „Biographie“:
Karin Haid, Andreas Hutter, Doris Kamenik, Josef Lämmermayer, Andreas Leutgeb,
Karin Loder Claudia Prauss, Michaela Schneider, Edgar Schütz

Einleitung:

„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen? Dies nämlich dann sogar und vielleicht eben dann, wenn nur und allein das Menschenwesen es ist, dessen Vergangenheit in Rede und Frage steht…“
Thomas Mann

Im Vorwort zur Festschrift für Marianne Lunzer-Lindhausen „Kreativität aus der Krise“ stellt Wolfgang R. Langenbucher fest, daß „biographische Arbeiten aus den vergangenen Jahrzehnten nicht immer eine Zierde der mediengeschichtlichen Forschung waren (…)“. Die provokante Idee, die bisher erschienenen Arbeiten deshalb „in den Papierkorb zu werfen und keine solche mehr (zu) beginnen“, wäre angesichts der noch bestehenden kommunikationsgeschichtlichen Forschungsdefizite allerdings der völlig falsche Weg (vgl. Geleitwort Duchkowitsch, Haas & Lojka, 1991). Ebenso fordert Hans Heinz Fabris in seinem Aufsatz „Wozu Journalismusgeschichte?“ von künftigen Journalismushistorikern unter anderem die intensive Aufarbeitung von Biographien, auch oder gerade von nicht prominenten Persönlichkeiten (Fabris, 1992). …

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